15. April bis 29. Mai
Ausstellungseröffnungen, 15. April:
18 Uhr, Gemeinschaftshaus Langwasser
19.30 Uhr, Museum Industriekultur
21 Uhr, Künstlerhaus - Kulturzentrum K4
Künstlerhaus - Kulturzentrum
K4, Gemeinschaftshaus Langwasser, Museum Industriekultur
Grenzenlos - fotografische Perspektiven
zur EU-Osterweiterung
            
Fotografien, entstanden zwischen der "alten
und neuen Ostgrenze", sind im Focus der 14 Fotografinnen und
Fotografen Günter Derleth, Gerd Dollhopf, Karin Günther,
Oliver Heinl, Christian Höhn, Reinhard Kemmether, Lajos Keresztes,
Herbert Liedel, Jutta Missbach, Horst Schäfer, Petra Simon (Klang
von Michael Pfisterer), Thomas Sternberg und Herbert Voll. Die alten
Grenzen zwischen Ost und West sind aufgehoben. Entgrenzung verbindet!
Die Neugier wächst. Wer kommt denn da zur alten EU-Gemeinschaft?
Welche Traditionen, kulturellen Selbstverständlichkeiten und
Originalitäten bereichern von nun an die alte europäische
Idee?
Eine Spurensuche, in der die Besucher der Ausstellung Neues und Altes,
Ungewohntes und Gewöhnliches, Spannendes und Alltägliches
entdecken werden. "Grenzenlos" ist die erste Fotoausstellung,
die vom Museum Industriekultur, vom Gemeinschaftshaus Langwasser und
dem Künstlerhaus - Kulturzentrum K4 gemeinsam ausgerichtet wird.
Weitere Infos unter: www.kuf-kultur.de
(K4, Gemeinschaftshaus Langwasser) oder
www.museen.nuernberg.de/industriekultur
(Museum Industriekultur)
 Günter
Derleth beobachtete mit einer im Auto
angebrachten Lochkamera "Grenzflüsse - Flussgrenzen
an Oder und Neiße". Die Aufnahmen wirken mystisch,
alles Bewegte erscheint licht und durchscheinend. Die Bilder
entstanden in einem längeren Zeitraum und wurden nicht
nachbearbeitet. So soll für den Betrachter der Fluss der
Zeit sichtbar werden. |
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 Gerd
Dollhopf reiste zu den Grenzen der
neuen Beitrittsländer, um im Stil künstlerisch betonter
Farbreportagen Fragen nach Abgrenzung, Eingliederung und Veränderung
aufzuwerfen. Es entstanden Bilder, die im übertragenen
Sinne "Ideale und Idole" aus unterschiedlichen Zeiten,
unterschiedlichen Ideologien oder einfach unterschiedlichen
Lebensformen und -vorstellungen zeigen und zueinander in Bezug
stehen. |
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 Karin
Günther war mit ihrer Kamera auf
der Kurischen Nehrung in Litauen unterwegs, die eine der faszinierendsten
Landschaften Europas - gleichzeitig Unesco-Kulturgut und Nationalpark
ist. Auf dieser Landzunge beeindrucken hohe Wanderdünen
und farbenfrohe Fischerhäuser. Hier begegnen sich ostpreußische
Vergangenheit und litauische Gegenwart. |
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 Oliver
Heinl portraitierte jeden Bewohner
des Dorfes Chrbonín in Südböhmen/ Tschechische
Republik. Die Menschen erzählten von ihren Hoffnungen,
ihren Wünschen und Geschichten aus dem Alltag. So entstand
eine beeindruckende Bildserie, in der über 100 Menschen
vor geliebten Gegenständen oder an ihren Lieblingsorten
fotografiert wurden. In der Ausstellung ist eine Auswahl dieser
Portraits zu sehen. |
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 Christian
Höhn zeigt eine Portraitserie
mit Menschen aus den Beitrittsländern, die jetzt in Nürnberg
leben. Der düstere Hintergrund der schwarzweißen
Bilder bietet jedoch keine Anhaltspunkte bezüglich der
Herkunft des Portraitierten - im Zentrum steht der Mensch. |
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 Reinhard
Kemmether präsentiert Reisebilder
aus Polen vom Sommer 2004. Die Bilder erzählen Geschichten
aus dem Alltagsleben nach dem EU-Beitritt und geben landschaftliche
und architektonische Stimmungen unseres östlichen Nachbarn
wieder. |
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 Zwei
großformatige, minimalistische Arbeiten des Fotografen
Lajos Keresztes
ergänzensich gegenseitig. Sie verhalten sich komplementär
zueinander, jedoch nicht widersprüchlich.Damit entsprechen
sie den Prinzipien des "Yin und Yang": Zwei einander
ergänzendeund bedingende Prinzipien, die als Urkräfte
alles Leben durchdringen und die Welt alsSystem ständiger
Veränderung zeigen. |
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 Ein
"Rasendes Europa" ist der gedankliche Hintergrund
zu Herbert Liedels
Farbbildern. Seine intensive Beschäftigung mit stark differierenden
Geschwindigkeitsvorschriften und mangelnden Tempolimits sind
Sinnbild für die Bedrohung durch ungebremste Kommerzialisierung
und Technisierung. Ahnenbilder von tschechischen Grabsteinen
werden zu fiktiven Verkehrsschildern und lassen Assoziationen
von Todesursache und Anonymität der Opfer zu. |
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 "Europa,
das ist einfach zuhause", antwortet eine der von
Jutta Missbach portraitierten
Polinnen und Polen, auf die Frage der Fotografin. Sie ergänzt
deshalb ihre Präsentation der querformatigen schwarzweiß-Portraits
durch die jeweiligen Ansichten, Wünsche oder Hoffnungen
der Portraitierten und zeichnet somit ein Stimmungsbild des
Landes nach dem EU-Beitritt. |
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 Horst
Schäfer ist mit zwei Bildserien
vertreten: "Zauber von Zakopane" entstand im polnischen
Teil der Karpaten und zeigt Architektur und Natur. Die Serie
"In den Straßen von Krakau" widmet sich dagegen
den Menschen der Stadt. |
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 Petra
Simon und Michael Pfisterer stellen
zeitgleich Standbilder der lokalen Nachrichtensendungen denjenigen
der zehn neuen EU-Beitrittsländer und der BR-Rundschau
gegenüber. Wie ähnlich sind sich die Bilder, wodurch
unterscheiden sie sich, kann Mentalität und Eigenart des
jeweiligen Landes in den einzelnen Standbildern sichtbar gemacht
werden? Dazu entstand eine Video- und Audiocollage im Stil eines
Musik-Video-Clips, die nochmals die einzelnen aufgezeichneten
Nachrichtensendungen artifiziell verarbeitet und Fernsehen ohne
Grenzen zur Realität werden lässt. |
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 Thomas
Sternberg zeigt in der Serie "Öffentliche
Bilder" eine Symbiose aus Architektur und werblichen Bildbotschaften.
Aufnahmen aus räumlicher und zeitlicher Nähe stehen
ohne Zwischenräume nebeneinander und nehmen aufeinander
Bezug. |
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 Herbert
Voll präsentiert zwei Serien in
dieser Ausstellung. Die erste zeigt schwarz-weiß Fotos
aus dem Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und
ist Synonym für den Verlust von Menschlichkeit und Ethik.
Die zweite Schwarzweiß-Serie stellt Straßenmusikanten
und Straßenleben in Krakau vor. |
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